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Hochspannung von Lauffen nach Frankfurt 1891 (PDF)

Helmut Veil
Hochspannung von Lauffen nach Frankfurt 1891
Eine Sprunginnovation und ihre Folgen

2026
96 Seiten
32 Abbildungen, acht vierfarbig
ISBN 978-3-941743-52-6

Buch: 18,00
E-Book (PDF): 13,00

12,15 €
Menge

Die erste Fernübertragung von hochgespanntem Strom über 175 Kilometer von Lauffen am Neckar nach Frankfurt am Main eröffnete die Möglichkeit für den Ausbau eines Netzes, das auch noch die letzten Winkel mit elektrischer Energie versorgen konnte. Aus der Finsternis zum Licht, eine neue Zeit, verführerisch inszeniert von der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main 1891. Die Fernübertragung war ein Mammutprojekt, das trotz unterschiedlicher Interessen von Unternehmen, trotz der Abstimmungen über die Planung zwischen den Ländern, trotz des Systemstreits zwischen Gleich- und Wechselstromanhängern im Frankfurter Stadtparlament, trotz Sicherheitsbedenken und Patentauseinandersetzungen um den hochgespannten Drehstrom in nur eineinhalb Jahren aus dem Boden gestampft wurde. Mit der Feinabstimmung von Wasserturbinen, Dynamos, Transformatoren, Elektromotoren, Isolatoren und Kupferkabeln an Telegrafenmasten war sie auf Anhieb gelungen. 

Sie löste einen Boom im Kraftwerkbau aus, der die Gesellschaft durcheinanderwirbelte, den Kapitalmarkt erschütterte, die Rolle der Banken als Finanziers ins Spiel brachte und nach nur neun Jahren in eine Wirtschaftskrise gigantischen Ausmaßes mündete. Das Netz für alle blieb noch lange eine Utopie. Die  Auswirkungen dieser Sprunginnovation auf Wirtschaft und Gesellschaft, die Kräfte mit Eigendynamik, die der Drehstrom abseits seiner Hochspannung freisetzte, bieten Anschauungsmaterial für unsere „neue Zeit“.


Inhalt

Einleitung: Vom Elektromagnetismus zum Hochspannungsnetz  7
Von der Mühle zur Turbine. Die Maschinenfabrik Geislingen in Lauffen  13
Vom Elektromagnetismus zum Drehstrom: Die Elemente der Fernübertragung  35
Städte bringen sich ins Spiel: Das Beispiel Frankfurt  55
Netzausbau: Der Boom und die Krise der Jahrhundertwende  67
Technologie, Patent und Ökonomie  73
Nachwort: Die Kultur der Ausstellung als Seismograph  83
Anmerkungen  89
Der Autor  94