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Genuss – Askese – Moral

Ulrike Ackermann und Hans Jörg Schmidt (Hg.)
Genuss – Askese – Moral
Über die Paternalisierung des guten Lebens

168 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-941743-59-5

Buch 19,80 Euro
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Seit der Antike streiten die Menschen über das ›gute Leben‹ und die unterschiedlichen Weisen, glücklich zu werden. Gegenwärtig befindet sich der in seinen Grundlagen bis zur Antike zurückreichende westliche Lebensstil unter erhöhtem Druck. Ernährung, Kulinarik und Esskultur sind dabei besonders in den Fokus geraten. Sowohl vonseiten des Staates als auch in der Gesellschaft wird der Ruf nach ›Moral‹ und ›Enthaltsamkeit‹ vernehmbar lauter. Wo bleiben dabei die Freiheit des Individuums und der Genuss? Was hat sich im Laufe der Zeit konkret gewandelt? Und worin gründen die Veränderungen? Was lässt sich wissenschaftlich fundiert über den Umgang mit Genuss, Askese und Moral in Geschichte und Gegenwart aussagen? Welche Trends und Tendenzen werden womöglich die Zukunft prägen?

Zahlreiche renommierte Autoren und Autorinnen, die vom John Stuart Mill Institut im Rahmen des Forschungsprojekts »Genuss – Askese – Moral. Über die Paternalisierung des guten Lebens« versammelt wurden, bringen ihre Expertise ein. Grundsätzliche Überlegungen eröffnen den Band, ausgewählte Fallstudien konkretisieren die Problemlage.


Inhalt

Ulrike Ackermann
Einleitung  7

Gerhard Schulze
Zweierlei Glück. Soziologische Randnotizen 12

Johannes Pennekamp
Gutes Leben für alle. Ein Meinungsbeitrag 18

Christoph Knill/Eva-Maria Euchner/
Christian Adam/Stephan Heichel/Steffen Hurka/Caroline Preidel
Moralpolitik in Deutschland
Konformität mit internationalen Trends und öffentlicher Meinung? 23

Thomas Petersen
Warum Verbote so verlockend sind 45

Ulrike Ackermann
Plädoyer für die Freiheit des Genusses 55

Hans Jörg Schmidt
Vom Hedonismus zur neuen Askese?
Lebensstil und Genuss angesichts staatlicher
und gesellschaftlicher Tendenzen zu Vorschrift, Regulierung und Verbot 64

Fallbeispiele

Annerose Menninger
»Coffee‘s a speedier Cure for each Disease…« (1674)
Genussmittel im kulturellen Wandel 79

Dirk Schaal
Zucker. Auf- und Abstieg eines Kulturgutes 89

Jakob Strobel y Serra
Esst eure Suppe und macht euch nicht zum Kasper!
Ein Plädoyer gegen die Dogmatisierung und Ideologisierung unserer Ernährung 103

Wolfgang Reiter
Genuss und Verbot. Über die alltägliche Disziplinierung des Menschen 110

Friedhelm Hufen Der Glückspielstaatsvertrag
Glücksfall für das illegale Spiel und Paradebeispiel
für die Entmündigung des Bürgers 121

Friedrich Schorb
Gesundheit in Freiheit und Vielfalt 132

Detlef Briesen
Gutes Leben = gesundes Leben?
Gesundheit als Moralpolitikum am Beispiel der (noch) legalen Droge Nikotin 140

Reinhard Mohr
Zwischen Freiheit und Staatsräson
Zur Endlosdebatte über den Umgang mit sogenannten weichen Drogen 154

Die Autoren 159


Die Herausgeber

Prof. Dr. Ulrike Ackermann, Sozialwissenschaftlerin, ist Professorin für Politikwissenschaft, sei 2008 Gründerin und Direktorin des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung in Heidelberg.

Dr. Hans Jörg Schmidt MBA, Kultur- und Sozialwissenschaftler, führt die Geschäfte des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung.