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Philosophie des Mentalen

Gerhard Preyer und Erwin Rogler
Philosophie des Mentalen
Supervenienz, reduktiver, nicht-reduktiver Physikalismus und mentale Kausalität

216 Seiten
Broschur, 14 x 21 cm
ISBN 9783941743854

Printausgabe: 18,00 Euro
E-Book (PDF): 13,00 Euro

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Die Untersuchung beansprucht, den Zugang zu der Problemsituation der Philosophie des Mentalen und den damit verbundenen sprach- und erkenntnistheoretischen Fragestellungen seit den 1950er Jahren zu befördern. In ihr kommt dem reduktiven und dem nicht-reduktiven Physikalismus eine prominente Stellung zu. Die Kenntnis dieser Voraussetzungen gehört zum Studium des wissenschaftlichen Fachs der Philosophie des Mentalen.


In der Philosophie des Mentalen nimmt der nicht-reduktive Physikalismus seit den 1970er Jahren eine prominente Position ein. Er ist eine Kritik an der Typen­Identitätstheorie des Physischen und des Mentalen der 1950er Jahre (Smart, Feigl). Dazu zählen der Funktionalismus (Putnam) und der anomale Monismus (Davidson). Der anomale Monismus war für den philosophischen Mainstream der physikalistisch (materialistisch) gesinnten Philosophen eine besondere Herausforderung. Dass dieser Ansatz zeitgenössische Materialisten (Physikalisten) irritiert, ist nicht weiter überraschend. Davidsons Philosophie des Mentalen ist von Interesse, da sie eine erhebliche Aufmerksamkeit erfahren hat. Das ist durch seine Version des nicht-reduktiven Physikalismus motiviert. Er ist zwar ein Monismus, er passt aber nicht so ohne weiteres in das physikalistische Weltbild. Seit den 1970er Jahren löste er und der Funktionalismus eine Debatte über das Problem der mentalen Kausalität und des phänomenalen Bewusstseins aus. Dieses Problem ist philosophisch lehrreich, da es sich erst unter der philosophischen und wissenschaftstheoretischen Dominanz des Physikalismus profilierte.

Um eine Sensibilität für die Problemsituation der Philosophie des Mentalen (Geistes) und den damit verbundenen sprach- und erkenntnistheoretischen Fragestellungen seit den 1950er Jahren durch Kontrastierung zu befördern, ist es zu empfehlen, dem Problembezug des reduktiven und des nicht-reduktiven Physikalismus nachzugehen. Insgesamt wissen wir durch sie mehr darüber, was aus den oft auch unausgesprochenen Voraussetzungen für die jeweils wahrgenommenen Optionen in der Philosophie des Mentalen folgt. Die naturalistischen Ansätze in der Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und der Philosophie des Mentalen führen aber auch in den Grenzbereich, in dem sich die Frage ihrer Innovierbarkeit stellt. Wenn uns dieser Problembezug bewusst ist, ist die Umschichtung in der Philosophie des Mentalen, die nach der Jahrhundertwende einsetzte, erst angemessen in ihren Voraussetzungen nachzuvollziehen.

Die Autoren

Gerhard Preyer, Dr. phil. habil., Professor für Soziologie, Institut für Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt a.M., Deutschland, und Herausgeber der Zeitschrift »Protosociology«. http://www.fb03.uni-frankfurt.de/48480132/gpreyer

Erwin Rogler, Dr. phil. (1927-2014), akademischer Rat, Institut für Philosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt a.M., Deutschland.