Selbstbestimmung  oder Fremdbestimmung? Vergrößern

Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung?

Ulrike Ackermann (Hg.)
Selbstbestimmung  oder Fremdbestimmung?
Soziales Leben im Internet

166 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-941743-55-7

Buch 19,80 Euro
E-Book (PDF) 13,80 Euro

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Die Durchdringung des realen sozialen Raums durch die Virtualität des Internets verändert Kommunikationsgewohnheiten und Mentalitäten. Neuartige Prozesse der Vergemeinschaftung und Kollektivierung, aber auch der Individuierung und des Autonomiegewinns sind dabei zu beobachten. Werden wir als Folge der fortschreitenden „digitalen Revolution“– entsprechend der zentralen Fragestellung des Bandes – also zusehends fremdbestimmter, oder eröffnet uns das Internet neue Möglichkeiten einer „digitalen Selbstbestimmung“?

Ausgehend vom Befund eines sich wandelnden Mischungsverhältnisses von Öffentlichkeit und Privatheit im digitalen Zeitalter loten die wissenschaftlich fundierten Beiträge Chancen für Freiheit und Selbstbestimmung aus, machen aber auch auf Gefahren und Risiken des nach wie vor ambivalent beurteilten World Wide Webs und seiner unzähligen Applikationen aufmerksam. Kurzum: Können die neuartigen technischen und sozialen Möglichkeiten des Internets als Chancen für Freiheit und Selbstbestimmung genutzt werden oder bergen sie Gefahren, die unseren hart erkämpften Freiheitsstand gefährden?



Inhalt

Ulrike Ackermann
Einleitung  7

Niklas Barth und Dinah Wiestler
Erkaltete Privatheiten – erhitzte Öffentlichkeiten. Politische Teilhabe und Lebensexperimente auf Social Network Sites  15

Florian Püschel
Technische Beobachter. Zur Transformation des Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatheit  35

Matthias Klemm und Ronald Staples
Mechanismen der Pflege sozialer Beziehungen in der digitalen Textkommunikation  55

Max-Otto Baumann
Web 2.0 und soziale Autonomie. Eine optimistische Perspektive  75

Hans Jörg Schmidt
Knigge und die Zivilisierung des Internets. Ein Beitrag zur Genese und Funktion sozialer Normen im digitalen Zeitalter  93

Andreas Antić
Lippmann, Dewey und die digitale Vernetzung der Öffentlichkeit  115

Jessica Heesen
Gesellschaftliche Medialisierung. Die Rolle von Big Data und kontextbezogenen Medien für die Herstellung von Öffentlichkeit  131

Frank Eckardt
Die digitale Stadt. Neue Gesellschaft, neue Politik?  149

Die Autoren  163



Die Herausgeberin

Prof. Dr. Ulrike Ackermann, Sozialwissenschaftlerin, ist Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Freiheitsforschung und -lehre sowie Gründerin und Direktorin des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung.