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Eine Studie zur Energiewende im 18. Jahrhundert

Helmut Veil
Wasserrad, Dampfmaschine, Holzkohle, Koks und Eisen
Eine Studie zur Energiewende im 18. Jahrhundert

108 Seiten, 28 Abbildungen, davon sechs vierfarbig

ISBN 978-3-941743-90-8

Buchausgabe: 16,80 Euro
E-Book (PDF): 12,00 Euro

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Bis Ende des 18. Jahrhunderts blieb der Wasserantrieb für Hochofengebläse und Hammerwerke eine Option mit geringen Investitionskosten. Die Unregelmäßigkeiten der Wasserversorgung waren durch den Bau von Reservoiren vermindert worden. Dampfmaschinen recycelten das Wasser. Mit dem Umstieg von Holzkohle auf Koks zur Erzschmelze in den Eisenhütten im englischen Coalbrookdale waren die naturgegebenen Grenzen von Wasserkraft und Holzkohle gefallen. Die anscheinend grenzenlos verfügbare Kohle beherrschte den Prozess der Eisenproduktion und bestimmte die Richtung von Kanal- und Wegebau. Der Wirkungsgrad der für Eisenhütten gebrauchten Energien sank mit Kohle zwar dramatisch, aber die Wende wurde dennoch mit Kostenkalkulation und neuen Techniken unaufhaltsam und unumkehrbar durchgezogen.

Ohne Kenntnis der Technologien versteht man nicht die lange Dauer des Umsteuerns auf eine völlig veränderte Betriebsorganisation, die Verzögerungen durch Defizite an Maschinen und Hochöfen und durch den Mangel an Spezialisten zu ihrer Bedienung. Der Einstieg in fossile Energien war genau so schwierig, wie es der Ausstieg zu werden verspricht, beide Male getrieben von der Illusion grenzenlos verfügbarer Energien.


Inhalt

Industrielle Revolution?  7
François de la Rochefoucauld in Coalbrookdale  13
Wasserrad und Dampfmaschine 31
Leistungssteigerungen der Dampfmaschinen seit Smeaton 45
Dampfmaschine und Hochofengebläse 57
Holzkohle und Koks in der Eisenindustrie des 18. Jahrhunderts 63
Zugpferd, Schienenweg, Kanal 75
Die Illusion einer grenzenlos verfügbaren Energie ist ungebrochen 91
Anmerkungen 100


Der Autor
Helmut Veil, geb. 1943, war Allgemeinarzt in Frankfurt am Main und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der Naturwissenschaften. Er untersucht die kulturellen und ideellen Voraussetzungen epochaler Gärungsprozesse der Naturerkenntnis, in denen sich festgefügte Erklärungsmuster zersetzen und neue noch nicht etabliert haben.