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Paradoxien der Demokratie

Shmuel N. Eisenstadt
Paradoxien der Demokratie
Die politische Theorie auf der Suche nach dem Politischen
Übersetzt von Uwe Opolka

260 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-934157-41-5

Buch 24,80 Euro
E-Book (PDF) 16,80 Euro

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Eisenstadt vermittelt eine meisterhafte Übersicht über die gesellschaftlichen und politischen Prozesse in der Welt um uns und zeigt auf, wie sie sich in eine Analyse der sozialen und politischen Kräfte integrieren lassen. Demokratie ist ein Regime, das in den letzten Jahrzehnten in allen Teilen der Welt sowohl Stärken als auch Verwundbarkeiten gezeigt hat. Eisenstadt macht deutlich, wie beide mit der Struktur von Demokratie zusammenhängen.

Die beiden in diesem Band enthaltenen Texte stellen einen bedeutsamen Beitrag zum gesellschaftstheoretischen und politischen Denken der Gegenwart dar. Eisenstadt konzentriert sich in ihnen auf die zentralen Fragen und Herausforderungen, die sich der Demokratie und der politischen Theorie zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellen. Einsichten aus Geschichte, Soziologie und politischer Theorie verknüpfend bietet er eine tiefgründige und originelle Untersuchung der komplexen Struktur von Demokratie und der ihr immanenten Spannungen (im ersten Text) sowie der Stärken, Tendenzen und Mängel der zeitgenössischen politischen Theorie (im zweiten).

S.N. Eisenstadt (1923-2010) war seit 1959 Professor für Soziologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem (1990 Emeritus). Zahlreiche Gastprofessuren an amerikanischen und europäischen Universitäten. Träger vieler Auszeichnungen und Ehrentitel, die seinen herausragenden internationalen Rang bezeugen.
Veröffentlichungen u.a.: The Political System of Empires (1963); Modernization, Protest, and Change (1966); Tradition, Wandel und Modernität (1979); Revolution and the Transformation of Societies (1978); European Civilization in a Comparative Perspective (1987); Die Transformation der israelischen Gesellschaft (1987); Japanese Civilization – A Comparative View (1996); (Hg.), Kulturen der Achsenzeit. Fünf Bände (1987 und 1992); Die Vielfalt der Moderne (2000).



Inhalt

Paradoxien der Demokratie

Einleitung: Das Problem  9

1.  Konstitutionelle und partizipatorische Konzeptionen von Demokratie  13
2.  Die historischen Wurzeln konstitutionell demokratischer Systeme  25
3.  Grundvoraussetzungen des kulturellen und des politischen Programms der Moderne  31
4.  Das kulturelle Programm der Moderne. Antinomien, Spannungen, Widersprüche und Kritiken  43
5.  Das politische Programm der Moderne. Spannungen zwischen pluralistischen und jakobinischen Tendenzen  53
6.  Der politische Prozeß in modernen Gesellschaften. Protestbewegungen und die Neudefinition des Politischen  64
7.  Soziale Bewegungen in modernen konstitutionellen Systemen  76
8.  Die Herausforderung, Protest zu integrieren. Die Politik als Nicht-Nullsummenspiel und der Aufbau von Vertrauen in modernen Gesellschaften  93
9.  Entkonsolidierungstendenzen der Demokratie in heutigen Gesellschaften  122


Die politische Theorie auf der Suche nach dem Politischen

Einleitung  137

1.  Auf der Suche nach dem Politischen in der modernen Theorie der Politik  140
1.1  Die Verdrängung des Politischen aus der zeit-genössischen politischen Theorie  140
1.2  Die Zeit zwischen den Weltkriegen und Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg  151
1.3  Die Vernachlässigung institutioneller Prozesse in der heutigen politischen Theorie  164
1.4  Die neuen sozialen Bewegungen und die Erneuerung des Politischen  176
1.5  Der Raum des Politischen in modernen Gesellschaften: volonté générale und volonté de tous  182

2.  Die institutionelle Dynamik moderner Gesellschaften  185
2.1  Das kulturelle und das politische Programm der Moderne  185
2.2  Zentrale Orte der Erneuerung des Politischen in der Moderne  193
2.3  Soziale Bewegungen und politische Parteien – Herausforderungen an moderne Staaten  196

3.  Formen der Erneuerung des Politischen in modernen Gesellschaften  203
3.1  Die Erneuerung des Politischen im Zeitalter des klassischen Nationalstaats und des revolutionären Staates in Europa  203
3.2  Die Erneuerung des Politischen in den beiden Amerikas  210
3.3  Die Erneuerung des Politischen in Japan  217

4.  Die Entwicklung der Zivilgesellschaft und die Wieder-gewinnung des Politischen in modernen Gesellschaften  221
4.1  Die Wurzeln einer Erneuerung des Politischen  221
4.2  Der Kern der modernen Zivilgesellschaft  224
4.3  Der fragile Charakter einer Erneuerung der Zivilgesellschaft  226
4.4  Die Voraussetzungen zivilgesellschaftlicher Kontinuität  233

5.  Die heutige Situation: jenseits der Hegemonie der Nation und des revolutionären Staatsmodells  239


Editorische Notiz  248
Personen- und Sachregister  249