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Der willkommene Verrat

Michael  Schröter (Hg.)
Der willkommene Verrat
Beiträge zur Denunziationsforschung

254 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-938808-38-2
Buchausgabe bei Velbrück Wissenschaft 29,90

E-Book (PDF) 19,80 Euro

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Ob ein Anzeigeverhalten als denunziatorisch gewertet, das heißt moralisch abgelehnt wird oder nicht, hängt im wesentlichen davon ab, ob der Wertende die Norm, deren Verletzung angezeigt wird, als legitim anerkennt oder nicht. Das gilt für die Wahrnehmung der Zeitgenossen wie für die des historischen Betrachters. Damit führt die Frage nach der Denunziation ins Herz der Demokratie.

Sie fragt nach einer Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens, deren strafbewehrte Normen den Menschen nicht von außen auferlegt, sondern von ihnen selbst aus Überzeugung getragen werden.

Anzeige und Denunziation sind nicht nur begriffsgeschichtlich, sondern auch strukturell identisch. Der Band untersucht anhand verschiedener historischer Bereiche, warum, wann und wie die Meldung eines Normverstoßes an eine strafbefugte Obrigkeit den Hautgout der »Denunziation« bekommt.

HERAUSGEBER

Michael Schröter, Soziologe, lebt als freier Autor in Berlin. In Verbindung mit seiner Herausgabe der Schriften von Norbert Elias entstanden die Bücher »Wo zwei zusammenkommen in rechter Ehe …«. Sozio- und psychogenetische Studien über Eheschließungsvorgänge vom 12. bis 15. Jahrhundert (1985/1990); Erfahrungen mit Norbert Elias (1997). Sein jetziger Arbeitsschwerpunkt ist die Geschichte der Psychoanalyse, u. a. mit der Edition: Sigmund Freud – Max Eitingon, Briefwechsel 1906-1939 (2004). Er ist Herausgeber von Luzifer-Amor. Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse.