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Der Überschuss der Gerechtigkeit

Jörn Reinhardt
Der Überschuss der Gerechtigkeit
Perspektiven der Kritik unter Bedingungen modernen Rechts
270 Seiten, gebbunden
ISBN 978-3-938808-63-4
Buchausgabe bei Velbrück Wissenschaft 29,90 Euro

E-Book (PDF) 19,80 Euro

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Das Buch erläutert den Begriff der Gerechtigkeit von einem Strukturmoment aus, das für den Diskurs der Moderne zentral geworden ist: seinem normativen »Überschuss«. Dieses transgressive Moment der Gerechtigkeit ist von der Philosophie auf unterschiedliche Weise artikuliert worden: als regulative Idee, als messianisch-utopischer Horizont oder – unter Bedingungen modernen Rechts – als »Exhaustionsprinzip« der Verfassungsordnungen. Diese Alternativen werden dargestellt und erläutert. In Auseinandersetzung insbesondere mit Rousseau und Kant, der Diskurstheorie des Rechts, den Arbeiten Benjamins und der Dekonstruktion gelangt Reinhardt zu einem wesentlich kritischen Verständnis, das den normativen Leitideen der Moderne keinen definitiven Fluchtpunkt zuweist. Irreduzibel auf jede bestehende Ordnung erweist sich die Gerechtigkeit (und die damit verwobenen Vorstellungen von Menschenrechten und Demokratie) als Ausgangspunkt von Veränderung und Kritik; einer Kritik, die sich an der gerechtigkeitsspezifischen Spannung von Besonderem und Allgemeinem, partikularer Einlösung und universalistischem Anspruch entzündet und nicht zur Ruhe kommt.


Jörn Reinhardt, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatslehre und Rechtstheorie der Universität Hamburg. Philosophie und Jurastudium an der Freien Universität Berlin und in Essex (England). Promotion am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. Veröffentlichungen zur Politischen Philosophie, Rechtsphilosophie, zum Verhältnis von Recht, Literatur und Philosophie, sowie zum Verfassungs- und Europarecht.